Dachstuhlbrand in einem 4 geschossigem Wohnhaus. 1 Person mit Verdacht auf Rauchgasintoxikation, 2 verletzte Feuerwehrmänner.{gallery}news/2016/161008p{/gallery}
Paderborn: Die Feuerwehr rückte zu einem Feuer in einem viergeschossigen Mehrfamilienhaus an der Ledeburstraße aus. Mit Alarmierung der Einsatzkräfte war von der Feuerwache Süd aus eine starke Rauchentwicklung im Stadtgebiet erkennbar. Noch auf der Anfahrt, wurden weitere Einsatzkräfte alarmiert, sowie aufgrund der starken Rauchentwicklung die Bewohner in der näheren Umgebung über KATWARN gewarnt.
Das Wohnhaus liegt an einer Kreuzung. Vor Ort stellte sich heraus, dass der betroffene Dachstuhl in voller Ausdehnung brannte und sich auf das Nachbarhaus in der Franz-Egon-Straße ausbreitete. Die Einsatzstelle wurde in die beiden Abschnitte „Ledeburstraße“ und „Franz-Egon- Straße“ unterteilt. In beiden Abschnitten gingen sofort die Drehleitern in Stellung und zwei Trupps unter Atemschutz nahmen die Brandbekämpfung im zweiten OG und im Dachgeschoss auf.
Parallel erfolgte der Einsatz weiterer Trupps unter Atemschutz um die Wohnungen in den beiden betroffenen Wohnhäusern nach Personen zu durchsuchen. Die Suche verlief negativ. Eine männliche Person konnte sich vor Eintreffen der Feuerwehr selber in Sicherheit bringen. Diese wurde vom anwesenden Rettungsdienst und Notarzt medizinisch untersucht und anschließend mit dem Verdacht auf eine Rauchgasintoxikation in das Brüderkrankenhaus St. Josef transportiert.
Durch den umfassenden Löschangriff von zwei Wasserwerfern über Drehleitern sowie drei C Rohren im Innenangriff konnte das Feuer schnell gelöscht werden. Eine weitere Ausbreitung wurde verhindert{gallery}news/2016/1610pb2{/gallery} Durch herabstürzende, zum Teil brennende Trümmer erlitten mehrere geparkte Fahrzeuge erhebliche Beschädigungen. Die verlegten Schlauchleitungen sind durch die herabstürzenden Trümmer zerstört worden. Dies machte einen Austausch der Schlauchleitungen erforderlich.
Im Verlauf verletzten sich zwei Feuerwehrmänner SB. Ein 46 jähriger Feuerwehrbeamter ist in der Anfangsphase der Brandbekämpfung von einem PKW angefahren worden, der in die Einsatzstelle gefahren war. Der FM verletzte sich am Bein. Nach der Behandlung durch den anwesenden Rettungsdienst und den Notarzt erfolgte der Transport ebenfalls in das Brüderkrankenhaus St. Josef. Nach einer ambulanten Behandlung konnte der Feuerwehrbeamte verletzt nach Hause entlassen werden. Ein weiterer Feuerwehrbeamter, der unter Atemschutz eingesetzt war, erlitt einen Schwächeanfall. Nach einer ambulanten Behandlung durch den Rettungsdienst und den Notarzt vor Ort konnte dieser im Einsatz verbleiben. Die Wohnungen in beiden Häusern sind nicht mehr bewohnbar. Um den Wasserschaden zu minimieren sind zwei Wassersauger eingesetzt worden. Insgesamt ist ein erheblicher Sachschaden entstanden. Die Bewohner der Häuser fanden, bis auf ein älteres Ehepaar, alle eine anderweitige Möglichkeit zu übernachten. Das Ehepaar ist in Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt übergangsweise in einem Hotel untergebracht worden.
Die Feuerwehr Paderborn rückte zu diesem Einsatz mit 110 Einsatzkräften aus. Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF 20) Feuerwache Nord und Süd. Drehleitern (DLA-K) Feuerwache Nord, Süd und Schloß Neuhaus. Freiwillige Feuerwehr, Einheit Stadtheide, Stadtmitte, Wewer, Elsen, Sande, Schloß Neuhaus,
Marienloh, Benhausen, mit 9 Löschfahrzeugen. Leitungsdienst (C-Dienst und A-Dienst) 3 Rettungswagen (RTW) 1 Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) Abrollbehälter Atemschutz sowie weitere Sonderfahrzeuge.
Bericht: Feuerwehr Paderborn, Fotos Marc Köppelmann