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21. August. Kreis Paderborn.

Planungsbedarf an vier Rettungswachen. Im Rettungswesen muss der Kreis Paderborn demnächst ein neues Millionen-Paket schnüren.{gallery}news/2019/190822kr{/gallery}

 

Kreis Paderborn: Im Rettungswesen muss der Kreis Paderborn demnächst ein neues Millionen-Paket schnüren. Bei den insgesamt zehn Rettungswachen im Kreis Paderborn gibt es aktuellen Handlungsbedarf in Salzkotten Lichtenau, Bad Lippspringe und Delbrück. Hier stehen teilweise Neubauten an.
Bis zum 4. November, der Einbringung des Kreis-Hauhaltes für das Jahr 2020, will die CDU-Fraktion im Kreistag deshalb ein Konzept für den Zeit- und Finanzplan seitens der Verwaltung vorgelegt bekommen.

Eine große Baustelle konnte der Kreis Paderborn im Mai abschließen: Den Neubau der Rettungswache in Büren. Hier entstand für rund 2,5 Millionen Euro die derzeit modernste Rettungswache im Kreisgebiet auf einer Fläche von 750 Quadratmetern. Die Rund-um-die-Uhr-Wache mit 18 Einsatzkräften versorgt den Bereich Büren und Bad Wünnenberg.

Doch bei den anderen vier Baustellen stehen Maßnahmen mit erheblichen Investitionssummen aus, die die CDU-Fraktion möglichst schon im Jahr 2020 finanziell berücksichtigt wissen will und deshalb per Antrag ein Konzept noch in diesem Jahr einfordert.
Handlungsbedarf besteht beispielsweise in Salzkotten., wo die Rettungs- und Notarztwache (Baujahr 1982) auf dem Gelände des St.-Josefs-Krankenhaus errichtet wurde. Hier bestehen auch nach Auffassung des Kreises Mängel. Um den drängendsten Raumbedarf zu befriedigen, wurde bereits 2018 ein Bürocontainer für Schulungszwecke neben dem Wachgebäude aufgestellt. Für einen dringend erforderlichen Neubau hat der Kreis bereits eine Grundstück in unmittelbarer Nähe gefunden. Nach der derzeitigen Planung könnte der Neubau bereits im kommenden Jahr realisiert werden, so die Kreisverwaltung.

Ein Neubau ist auch im Bereich Delbrück notwendig. Derzeit ist die Rettungs- und Notarztwache (Baujahr 1982) bei der Feuerwehr angesiedelt. Aufgrund der erheblichen Erweiterung der Feuerwache stehen dann der Rettungswache die Räumlichkeiten nicht mehr zur Verfügung, weshalb der Kreis hier kurzfristig einen Investor für die Errichtung der Rettungs- und Notarztwache sucht.

Auch in Bad Lippspringe ist eine grundlegende Neuausrichtung erforderlich. Die Räumlichkeiten des DRK an der Detmolder Straße (Baujahr 1996) sind unzureichend, nach derzeitigem Stand soll ein Neubau der Rettungswache kurzfristig im Zusammenhang mit der Erweiterung der Karl-Hansen-Klinik umgesetzt werden. Ähnliches gilt auch für die Rettungswache in Lichtenau (Baujahr 1981). Betrieben wird sie von der Johanniter Unfall-Hilfe. Aufgrund des Erweiterungsbedarf der Lichtenauer Feuerwehr ist hier ebenfalls ein Neubau geplant.

Etwas problemloser gestaltet sich da die Situation der Rettungswache in Buke (Baujahr 1994). Hier soll ein Anbau zusätzlich erforderliche Raumkapazitäten schaffen. Auch in Hövelhof ist eine Erweiterung geplant.

Bei der Leitstelle in Ahden (Baujahr 1977) fehlen ebenfalls Räume. Hier wurde bereits als vorläufige Maßnahme eine Halle vom direkt angrenzenden Flughafen angemietet. Dennoch bestehe auch hier dringender Handlungsbedarf für räumliche Erweiterungen, so der Kreis. Auch in Ahden – wie bei vielen anderen Rettungswachen – ist der Kreis Paderborn Eigentümer der Gebäude.
Nur bei den Rettungswachen in Fürstenberg (Baujahr 2008) und bei der Rettungswache Borchen (Baujahr 2004) besteht nach Einschätzung des Kreises kein aktueller Sanierungsbedarf.

Quelle: Westfälisches Volksblatt