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16. März. Salzkotten.

Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Salzkotten. Der Feuerwehr Salzkotten gehören 495 Mitglieder an, von denen 306 aktiven Dienst in den acht Löscheinheiten tun. Gemeinsam rückten sie im vergangenen Jahr zu 392 Einsätzen aus, ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahr, wo das Hochwasser im Dezember die Einsatzzahlen hochschnellen ließ, berichteten Tobias Rupprecht, Leiter der Feuerwehr Salzkotten, und sein Stellvertreter Christoph Schlünz bei der Jahreshauptversammlung in der Mensa der Gesamtschule.


Der Jugendfeuerwehr gehören 97 Mitglieder an, davon sind 32 weiblich. Die Ehrenabteilung zählt 74 Angehörige, die Unterstützungseinheit 18. Größte Einheit ist Niederntudof mit 50 Mitgliedern, die rote Laterne teilen sich Oberntudof und Scharmede mit je 26 Aktiven. Die Einsatzkräfte rückten im vergangenen Jahr zu 122 Bränden, 198 Hilfeleistungen und neun ABC-Einsätzen aus. Die Aktiven der Löscheinheit Salzkotten waren bei insgesamt 135 Einsätzen gefordert.
Die Auswirkungen des Sauerland-Paderborn-Gesetzes, das 1975 zur Auflösung der Ämterstrukturen und zur Gründung des Kreises Paderborn und der heutigen Stadt Salzkotten führte, hatte großen Einfluss auf die Struktur der Feuerwehr, berichtet Tobias Rupprecht, denn ein Teil der Standorte wurde den Städten Lippstadt und Delbrück zugeordnet. Mit der Auslieferung von zwei neuen Hilfeleistungslöschfahrzeugen in Scharmede und Verne verfügt die Feuerwehr nun über eine schlagkräftige, kompatible Fahrzeugflotte, und jede der acht Einheiten verfügt über einen hydraulischen Rettungssatz.

Rupprecht forderte neue Wege in der Ausbildung, um bei der Nachwuchsgewinnung punkten zu können. Deshalb unterstützt er auch das geplante Ausbildungszentrum des Kreises, das in Paderborn entstehen wird. Auch sprach sich der Wehrführer für geänderte Ausbildungsrichtlinien aus, die eine flexiblere und vor allem kürzere Ausbildungszeit ermöglichen. Eine 160-stündige Ausbildung hält er nicht mehr für zeitgemäß.

Das leidige Thema der schlechten Tagesverfügbarkeit ist für Rupprecht unmittelbar mit lokalen Arbeitsplätzen verbunden: „Wir brauchen Arbeitsplätze am Ort, sonst gibt’s bald keine Feuerwehr mehr“. Landwirte und Handwerker seien inzwischen dünn gesät, und Dörfer verwandelten sich in reine Schlafstätten, gab er zu bedenken.

Bürgermeister Ulrich Berger betonte, trotz eines Defizites von sechs Millionen Euro sei Sparen bei der Feuerwehr kein Thema. Menschen, die Einsatz Leib und Leben riskierten, hätten Anspruch auf eine hervorragende Ausrüstung, fügte er hinzu. Landrat Christoph Rüther bescheinigte der Feuerwehr Salzkotten, kreisweit ein verlässlicher Partner zu sein. Mit der neuen Kreisfeuerwehrzentrale, der neuen Leitstelle und dem geplanten Ausbildungszentrum, das in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Paderborn entstehen soll, will der Kreis den Service verbessern.


Kreisbrandmeister Stephan Reckhaus, zugleich kommissarischer Leiter des Amtes für Bevölkerungsschutz, betonte, Feuerwehr sei mehr als Haupt- oder Ehrenamt, sondern eine Berufung. Im Laufe des Sommers rechnet er damit, dass ein Generalunternehmer für die neue Kreisfeuerwehrzentrale und Leitstelle ausgeschrieben werden kann. Im Bereich Bevölkerungsschutz gelte es, zu agieren und nicht zu reagieren. Deshalb erarbeiten Kreis und Kommunen zurzeit einen Katastrophenschutzbedarfsplan. Die Feuerwehr wird dabei eine zentrale Rolle als verlässlicher Partner im Bevölkerungsschutz übernehmen.

Ehrungen und Beförderungen
Mit dem Feuerwehrehrenzeichen des Landes NRW in Silber für 25-jährige Treue wurden Markus Hammerschmidt, Torsten Napierala und Markus Kleinschulte ausgezeichnet. Ehrenzeichen in Gold für 25-jährige Mitgliedschaft erhielten: Sebastian Schaub, Markus Nillies, Detlef Knoop und Christiane Wester. Ehrenzeichen in Gold mit Goldkranz für 50-jährige Mitgliedschaft bekamen Bernhard Kesseler, Hans-Werner Wulf, Josef Voss, Johannes Benteler, Ulrich Kamp, Norbert Scherf, Georg Keuper, Alois Baumhoer, Alfons Bunte, Bernhard Schickmeier und Hermann Schmidt.

Mit der Ehrennadel der Feuerwehr Salzkotten in Bronze wurden Patrick Vonnahme, Oliver Voss und Karl Heinz Bursmeier ausgezeichnet. Ehrennadeln in Silber gingen an Wilfried Bertelsmeier und Hermann Schrewe. Die Ehrennadel der Feuerwehr Salzkotten in Gold erhielt Karl-Heinz Berensmeier. Der frühere, langjährige Wehrführer Hans-Josef Roeren erhielt das Abzeichen eines Ehrenstadtbrandinspektors.

Befördert wurden zum Feuerwehrmann/zur Feuerwehrfrau Ievgen Shafar, Matteo Martella, Marco Pfahlberg, Marc Thoms, Niko Reker, Vanessa Hupe, Kai Raimann, Emily Noreen Schlagner, Stefan Schmidt, Til Stupeler, Simon Votsmeier und Massimon Matzies; zum Oberfeuerwehrmann/zur Oberfeuerwehrfrau: Antonia Schniedermann, Ansgar Hagen, Leonie Haiduck, Tom Luca Rottkamp, Anton Torwesten, Moritz Knust, Jan Schnitzmeyer, Jan Große und Lukas Votsmeier; zum Hauptfeuerwehrmann/zur Hauptfeuerwehrfrau Daniel Altmiks, David Keiter, Tobias Wiesner, Martin Schmidt, Florian Schneidewig und Lara Kucinac; zum Unterbrandmeister Marcel Hecker, Adrian-Stripmeier-Schneidewig und Markus Temme; zum Brandmeister Felix Pietschmann, Stefan Wulfmeier, Lukas Jäger, Thorsten Knaup und Lars Starosta; zum Hauptbrandmeister Martin Franke, Jens Yanik und Constntin Nübel; zum Brandinspektor Rainer Strake und zum Brandoberinspektor/zur Brandoberinspektorin Sabrina Keuper und Maximilian Thiele. (my)

Bericht: VdF Ralph Meyer