Featured

1. Januar. Kreis Paderborn.

Ausgelassen feiernde Menschen bescherten Polizei, Feuerwehr und dem Rettungsdienst zwar einen einsatzreichen Jahreswechsel, den Feuer und Polizei jedoch insgesamt als „ruhig und normal“ bezeichneten, so Marian Klüter, Dienstgruppenleiter der Polizeileitstelle an der Riemekestraße. Insgesamt zählte die Polizei zwischen 18 Uhr an Silvester und 6 Uhr am Neujahrstag 56 Einsätze mit Bezug zum Jahreswechsel. Übergriffe auf Einsatz- und Rettungskräfte wurden nicht bekannt. Begleitet wurde der Jahreswechsel in Stadt und Kreis durch ein lautes und anhaltendes Silvesterfeuerwerk. Sogar am Neujahrsmorgen um 4 Uhr erleuchteten noch Raketen den Nachthimmel und hallten Donnerschläge durch die Straßen.

 

Kreis Paderborn. Größere Unfälle mit Böllern wurden der Polizei nicht bekannt, die Feuerwehr sprach von einigen „Feuerwerkskontakten“. Auch bei tumultartige Auseinandersetzungen meldet die Polizei schlicht Fehlanzeige. Im Einsatzspektrum waren einige Körperverletzungsdelikte, wie sie eigentlich an jedem Wochenende an der Tagesordnung sind. Am Westerntor stellten die Beamten ein Messer sicher und lieferten den Besitzer im Gewahrsam ab. Die Paderborner Feuerwehr meldete für die Zeit zwischen 8 Uhr Silvester und 6 Uhr am Neujahrstag insgesamt 106 Einsätze, so Einsatzleiter Stefan Kaiser.

Dazu zählten 62 Notfalleinsätze und weitere 18 Einsätze im abwehrenden Brandschutz. In den frühen Abendstunden des Silvestertages rückten einzelne Löschfahrzeuge zu Kleinbränden und unklaren Rauchentwicklungen am Auenhauser Weg im Bereich der Apotheke, an der Warburger Straße, am Liesborner Weg und am Schleswiger Weg aus. In der Paderborner Kernstadt brannte eine Wohneinheit im Keller eines Mehrfamilienhauses. Alle Bewohner wurden vorsorglich aus dem Objekt evakuiert, während mehrere Trupps unter Atemschutz den Brand löschten. Umfangreiche Lagermengen verlängerten die Einsatzdauer auf etwa drei Stunden. Nach Abschluss der Maßnahmen konnten die anderen Wohnungen wieder freigegeben werden.

In der Südstadt drohte ein Brand zweier Pkw auf ein angrenzendes Wohnhaus überzugreifen. Dank des schnellen Eingreifens konnte eine weitere Ausbreitung verhindert werden. Die starke Hitzestrahlung verursachte erhebliche Schäden an Gebäudeteilen und benachbarten Fahrzeugen. Brandrauch drang durch zerborstene Fensterscheiben in die Wohnung einer sechsköpfigen Familie ein. Die Wohnung wurde dadurch aktuell unbewohnbar, so dass die Familie in einem Paderborner Hotel unterkommen musste.

Zum Jahreswechsel ging in Borchen nach 22 Jahren die ehrenamtliche Mitarbeit der Feuerwehr im Rettungsdienst zu Ende. Jahr für Jahr waren die Ehrenamtler bis zu 2.000 Stunden im Einsatz. Nun übernehmen die Malteser den Anteil der Feuerwehr.

Personell und materiell hatten sich Polizei und Feuerwehr auf die lange Nacht vorbereitet. Bei der Paderborner Feuerwehr war die Notfallrettung durch insgesamt acht Rettungswagen und zwei Notarzteinsatzfahrzeuge rund um die Uhr besetzt. Im Krankentransport stand ein Fahrzeug ganztägig im Dienst, während weitere vier Fahrzeuge tagsüber zum Einsatz kamen. Neben den Feuer- und Rettungswachen waren auch die ehrenamtlichen Einheiten Benhausen, Elsen, Stadtheide, Stadtmitte und Schloß Neuhaus in das Einsatzgeschehen eingebunden und unterstützten die beruflichen Kräfte.

Trotz des hohen Einsatzaufkommens verlief die Silvesternacht insgesamt ruhig – Übergriffe auf Einsatzkräfte wurden nicht gemeldet. Das Einsatzspektrum der Paderborner Feuerwehr umfasste zum Jahreswechsel neben einigen Feuerwerksverletzungen vor allem Stürze und internistische Notfälle. Auch zwei Intensivtransporte wurden abgewickelt, und in einem Fall wurde auch ein Notfallseelsorger benötigt.

Bericht: VdF Ralph Meyer, Foto: FW