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22. Februar. Paderborn.

Zum dritten Mal innerhalb weniger Stunden musste die Feuerwehr am Sonntagnachmittag zu einem größeren Brand innerhalb der Stadtgrenzen ausrücken. Diesmal lang das Brandobjekt im Riemekeviertel. Aus unbekannter Ursache war es in einem Mehrparteienhaus in der Franz-Egon-Straße zu einem Wohnungsbrand im Obergeschoss gekommen. Aufmerksame Nachbarn hatten im gemeinsamen Treppenhaus Brandgeruch wahrgenommen und den Notruf gewählt.


Paderborn. Um 13.44 Uhr alarmierte die Leitstelle des Kreises nach einer Meldung durch die Polizei unter dem Stichwort „Wohnungsbrand, Menschenleben in Gefahr“ die Feuerwehr Paderborn, die umgehend mit den beruflichen Kräften der Feuer- und Rettungswachen Nord und Süd sowie den Ehrenamtlichen der Einheiten Stadtmitte und Stadtheide ins östliche Riemekeviertel ausrückte, so Einsatzleiter Sebastian Winter. Der Rettungsdienst war mit zwei Rettungswagen und einem Notarzt im Einsatz.

An der Brandstelle rettete die Feuerwehr sieben Bewohner, die von den Einsatzkräften aus dem Haus mit insgesamt sechs Wohneinheiten geführt wurden und zunächst in einer Garage vom Rettungsdienst betreut und medizinisch gesichtet wurden. Eine weitergehende Behandlung in einem Krankenhaus war nicht erforderlich. Später wurden die Bewohner von der Notfallseelsorge betreut.

Zur gleichen Zeit quoll aus dem ausgebauten Dachgeschoss bereits dichter, gelblicher Rauch, so dass die Feuerwehr zunächst von einem Dachgeschoss- oder Dachstuhlbrand ausging. Bei der Durchsuchung der einzelnen Wohnungen entdeckte ein Angriffstrupp den Brandherd in einem Eckzimmer im ersten Obergeschoss. Beim Löschen der Flammen stellten die Feuerwehrleute fest, dass sich das Feuer offenbar durch die Zimmerdecke bereits in die Wohnung im Dachgeschoss ausgebreitet hatte. Dabei wurde die Zwischendecke und die Dachhaut geöffnet.

Parallel zu den Löschmaßnahmen wurde das Haus belüftet, was auch die Sicht für die rund 55 Einsatzkräfte deutlich verbesserte. Insgesamt dauerte der Einsatz rund drei Stunden. Die Brandursache ist noch unbekannt. Die Polizei hat ihre Ermittlungen zur Feststellung der Brandursache aufgenommen. Drei der sechs Wohneinheiten sind durch den Brand nicht mehr bewohnbar. Zwei Bewohner wurden in einem Hotel untergebracht, einer pflegebedürftigen Frau wurde ein Platz in einem Pflegeheim vermittelt. Die Schadenshöhe dürfte sich mindestens in einem hohen fünfstelligen Bereich bewegen.

Text und Foto: Ralph Meyer