Jahreshauptversammung Feuerwehr Salzkotten. Für die Freiwillige Feuerwehr Salzkotten war 2025 erneut ein einsatzreiches Jahr. Diese Bilanz zog Wehrleiter Tobias Rupprecht bei der Jahreshauptversammlung in der Mensa der Gesamtschule.
Salzkotten. Die 306 aktiven Feuerwehrleute der acht Löscheinheiten rückten zu 422 Einsätzen (Vorjahr: 392) aus. Dabei erreichte die Zahl der Alarmierungen fast schon das „Spitzenjahr“ 2023 mit damals 427 Einsätzen. „Die Anzahl der Notrufe hat sich verdoppelt“, berichtet Rupprecht, „und das teilweise wegen Lappalien“. Er dankte allen für ihre geleistete Arbeit.
Der Jugendfeuerwehr gehören 74 Mitglieder an, davon sind 28 weiblich. Die Ehrenabteilung zählt ebenfalls 74 Angehörige, die Unterstützungseinheit 25 (darunter 1 Frau). 29 Feuerwehrleute arbeiten beim Wasserförderzug mit und 19 bildeten die Fernmeldeabteilung. Größte Einheit ist Niederntudorf mit 60 Mitgliedern, die kleinste Oberntudorf mit 27 Mitgliedern. Die Einsatzkräfte der Gesamtwehr hatten im vergangenen Jahr 117 Brandeinsätze, zwölf ABC-Einsätze und leisteten in 202 Fällen technische Hilfe.
Die Aktiven der Löscheinheit Salzkotten waren bei insgesamt 127 Einsätzen gefordert. „Die gesamte Mitgliederzahl ist leicht gesunken“, erklärt Rupprecht, (479; Vorjahr 495) wobei die Zahl der Aktiven zum Vorjahr gleich geblieben sei. „Wir müssen auch zukünftig gute Rahmenbedingungen schaffen, um neue Leute zu finden. Die Ausbildung muss wieder spannend werden“, fordert er.Schulungen stehen an.Unter der doch recht hohen Zahl der 422 Alarmierungen gab es auch einige prägende Einsätze wie Verkehrsunfälle mit eingeklemmten Personen, Wohnungs- und Dachstuhlbrände oder auch den Brand eines landwirtschaftlichen Fahrzeugs samt Ballenpresse auf einem Feld.
Um den Anforderungen gerecht zu werden besuchten die Sälzer Kräfte wieder zahlreiche Lehrgänge und Seminare denn, so Rupprecht: „Es gab eine Vielzahl der Einsatzkräfte, die geschult werden mussten.“ Auch in 2026 nehme die Atemschutzfortbildung einen hohen Stellenwert ein und werde gut angenommen. Angeschafft wurden im vergangenen Jahr unter anderem persönliche Schutzausrüstung wie Kleidung und Geräte im Gesamtwert von 100.000 Euro.
Weitere Höhepunkte des Abends waren neben der Bekanntgabe der Neuaufnahmen (3), der Aufnahmen in die Unterstützungsabteilung (7 Personen) und der Übernahmen von ebenfalls 7 Wehrmännern in die Ehrenabteilung. Zum Jugendfeuerwehrwart wurde Brandmeister Marco Pfahlberg ernannt. Als Stellvertreter fungieren Christina Hermens und Marcel Hecker. Eine interne Auszeichnung für jahrelanges Engagement als Anerkennung ihrer Dienste erhielten Norbert Glahe, Meinolf Temborius und Markus Jäger mit der Ehrennadel der Feuerwehr Salzkotten in Bronze. Veit Knust und Frank Roggel erhielten die silberne Ehrennadel und die Ehrennadel in Gold ging an Brandinspektor Bernhard Keßeler für seinen unermüdlichen Einsatz am Thüler Spritzenhaus.
Sowohl Bürgermeister Ulrich Berger als auch Landrat Christoph Rüther dankten den Kameradinnen und Kameraden für ihre ehrenamtlichen Einsätze, denn „ohne die Unterstützung der Feuerwehr ginge vieles nicht – denke man beispielsweise an das kommende Kreisschützenfest oder auch den Scharmeder Karnevalsumzug.“ Die Feuerwehr dürfe auch in Zeiten, in denen gespart werden müsse, kein Thema auf der Kürzungsagenda sein. Kreisbrandmeister Stephan Reckhaus formulierte: „Was wäre, wenn es euch nicht gäbe. Ihr geht Risiken ein und übernehmt Verantwortung. Wir brauchen euch heute mehr denn je.“
Bevor es in den gemütlichen Teil des Abends überging, gab der Wehrleiter Rupprecht noch einen kurzen Überblick über Termine im laufenden Jahr, denn 100-jähriges Feuerwehr-Jubiläum wird gleich dreimal gefeiert: in Niederntudorf, Thüle und Oberntudorf. Ebenfalls stehe die Einweihung des neuen Gerätehauses in Verlar Ende Juni an.
Text und Fotos: Carola Drabon, NW