Das vergangene Jahr war für die 254 Aktiven in der Einsatzabteilung der Feuerwehr der Stadt Bad Wünnenberg zwar arbeitsreich, aber nicht spektakulär. Mit 262 Einsätzen blieb die Zahl der Einsätze leicht hinter denen der Vorjahre zurück.
Bad Wünnenberg-Haaren. Neben den Aktiven gehören zur Feuerwehr, die aus drei Löschzügen und vier Löschgruppen beseht, die Jugendfeuerwehr (82 Aktive), die Ehrenabteilung (69 Mitglieder) und die Unterstützungsabteilung mit acht Mitgliedern.
Bilanz zogen die Einheiten am Freitagabend bei der Jahreshauptversammlung in der Schützenhalle in Haaren. Neben 50 Brandeinsätzen rückte die Wünnenberger Wehr auch zu 212 Hilfeleistungseinsätzen aus, berichtete Schriftführer Christoph Hesse. 39 Einsätze führten die Blauröcke auf die Autobahnen A33 und A44. 24 Mal führten ausgelöste Brandmeldeanlagen und Rauchmelder zu Einsätzen. Die Statistik weist auch neun Pkw-Brände auf, ein brennendes E-Bike, zehn Baumbeseitigen bei Unwettereinsätzen und 29 Öl- und Kraftstoffbeseitigungen. Elf Mal sicherte die Feuerwehr Landungen von Rettungshubschraubern ab. 15 Mal rückten die Notfallhelfer aus, und in 31 Fällen unterstützte die Feuerwehr den Rettungsdienst.
22 Lehrgänge wurden im Rahmen der Ausbildung auf Stadtebene angeboten, berichtete Andreas Luig, der scheidende stellvertretende Wehrleiter. Bei der Grundausbildung setzten die Wünnenberger anstatt der bisherigen Modul-Ausbildung auf eine kompetenzorientierte Ausbildung, die vom kommenden Jahr im ganzen Land angeboten wird. Auf Kreisebene besuchten die Bad Wünnenberger Einsatzkräfte 44 Lehrgänge, und sechs wurden am Institut der Feuerwehr in Münster absolviert.
Marcus Siekaup, Leiter der Feuerwehr, verabschiedete seinen bisherigen Stellvertreter Andreas Luig, am Ende seiner sechsjährigen Amtszeit. Luig, im Hauptberuf Notfallsanitäter im Hochsauerlandkreis, hatte auf eine weitere Amtszeit verzichtet, da er seit 2024 dem Stadtrat angehört. Vort seiner Tätigkeit als Wehrführer hatte Luig auch in der Jugendfeuerwehr und im ABC-Bereich Verantwortung übernommen. Die Feuerwehrangehörigen sprachen sich in einer Anhörung die Wahl von Patrick Groll, bislang Einheitsführer in Bleiwäsche, aus. Gewählt wird die Wehrführung vom Rat.
Bürgermeisterin Ulla Berhorst-Schäfers nannte den Brandschutzbedarfsplan trotz angespannter finanzieller Lage der Stadt den „Fahrplan für die Weiterentwicklung der Feuerwehr“. Nach Ostern beginnen die Arbeiten am Neubau des Gerätehauses in Leiberg. Auch drei Kommandowagen will die Stadt anschaffen. Dabei setzt die Stadt auf die Umrüstung bereits vorhandener kommunaler Fahrzeuge.
Vize-Landrat Hans-Bernd Janzen erklärte in seinem Grußwort „Feuerwehr lebt Menschlichkeit - jeden Tag“ und nannte Einsatzkräfte „tragende Säulen der Gesellschaft“.
Kreisbrandmeister Stephan Reckhaus, zugleich Leiter des Amtes für Bevölkerungsschutz beim Kreis, bezeichnete die Feuerwehr als „systemrelevant“ und einen verlässlichen Partner im Bevölkerungsschutz“. Erfreut zeigte er sich, dass für den Bau der Rettungswache ein passendes Grundstück an der Poststraße gefunden wurde. Durch den Neubau sind Überlegungen für einen Anbau an die bisherige Wache vom Tisch.
Befördert wurden bei der Jahreshauptversammlung zu Unterbrandmeistern: Henry Friedrich und Tobias Matthes; zu Bandmeistern; Patrick Müller und Thilo Schnittker; zu Oberbrandmeistern: Christopher Hillebrand, Niklas Wegener und Thomas Böhner; zu Hauptbrandmeistern: Lothar Stoll und Nils Tuschen; zum Brandinspektor: Markus Hengsbach und zu Brandoberinspektoren: Franz Scherl und Thomas Jeske.Ernannt wurden Wiona Woeste zur Jugendwartin in Haaren, Julian Jung und Laura Wuttke zu stellvertretenden Jugendwarten in Haaren, Patrick Müller zum Jugendwart in Helmern. Christian Feindt zum Gerätewart in Haaren und Nico Wolter zum Gerätewart in Leiberg.
Mit der Floriansmedaille für besondere Verdienste um die Feuerwehr Bad Wünnenberg wurden Marcel Feckler und Gerrit Klute ausgezeichnet. Für 25-jährige Treue zur Feuerwehr verliehen Vize-Landrat Hans-Bernd Janzen, Bürgermeisterin Ulla Berhorst-Schäfers und Kreisbrandmeister Stephan Reckhaus Feuerwehr-Ehrenzeichen des Landes Nordrhein-Westfalen an Markus Hengsbach, Michael Kaup, Daniel Erftemeier, Christopher Klute, Sascha Salmen, Tim Wischer, Fredric Knoche, Sebastian Arens, Julian Clausmeyer und Dominik Niedernhöfer. Mit dem Ehrenzeichen in Gold zur 35-jährigen Mitgliedschaft wird Tobias Riepe ausgezeichnet.
Text und Fotos: Ralph Meyer