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19. Juni. Paderborn.

Ein Dachstuhlbrand in einem Wohnhaus an der Augustin-Wibbelt-Straße im Paderborner Stadtteil Elsen beschäftigte die Feuerwehr Paderborn stundenlang in der Nacht zu Samstag. Parallel dazu rückten Einsatzkräfte auch wegen einer ausgelösten Brandmeldeanlage zu einem Hotel an der Bahnhofsstraße in Paderborn aus.

 

Paderborn. Gegen 23.40 Uhr schlug während eines Gewitters offenbar ein Blitz in den First eines Einfamilienhauses an der Augustin-Wibbelt-Straße ein. Nachbarn berichteten von einem lauten Knall und hatten auch einen Blitz wahrgenommen. Innerhalb von Sekunden war Flammenschein im Bereich des Kamins und unterhalb der installierten Photovoltaik-Anlage zu sehen.

Um 23.42 Uhr alarmierte die Leitstelle des Kreises unter dem Stichwort „Dachstuhlbrand“ die Feuerwehr Paderborn, die umgehend mit den beruflichen Kräften der Feuer- und Rettungswachen Nord und Süd, dem Rettungsdienst sowie den ehrenamtlichen Einheiten Elsen und Sande in den Elsener Westen ausrückte. Ein Hilfeleistungslöschfahrzeug der Wache Nord wurde nach der Anfangsphase aus dem Einsatz herausgelöst und stellte den Grundschutz sicher.

Bei Eintreffen der ersten Kräfte hatten die Bewohner bereits unversehrt das Haus verlassen, berichtet Einsatzleiter Frederik Voßmann. Bei der Erkundung des Hauses stellte die Feuerwehr fest, dass der Dachstuhl nicht bis in den Wohnbereich durchgebrannt war. In den einzelnen Räumen waren weder Flammeneinwirkung noch eine Verrauchung festzustellen. Während der gesamten Löscharbeiten blieb ein Trupp unter Atemschutz in der Wohnung in Bereitschaft, bildete eine Riegelstellung gegen eine mögliche Brandausbreitung und kontrollierte den gefährdeten Bereich.

Parallel dazu wurde eine Drehleiter zur Brandbekämpfung im Außenangriff eingesetzt. Durch den Brandverlauf unterhalb der Photovoltaikanlage wurde die Brandbekämpfung erschwert. Später wurde eine zweite Drehleiter in Stellung gebracht, um Teile der Dachhaut abzutragen und einzelne Element der Photovoltaikanlage zu demontieren um vorhandene Glutnester freizulegen. Im Verlauf der Löscharbeiten schaltete der Energieversorger das Haus stromlos. Insgesamt waren rund 55 Feuerwehrleute bis in die frühen Morgenstunden im Einsatz.

Um 0.57 Uhr löste die Brandmeldeanlage in einem Hotel an der Bahnhofstraße aus, worauf das Gebäude vorsorglich evakuiert wurde. Zu diesem Einsatz rückten Feuerwehrleute der Wache Nord und die Ehrenamtler der Einheiten Schloß Neuhaus und Wewer aus. Die Weweraner hatten auch gemeinsam mit der Einheit Stadtmitte während des Einsatzes in Elsen die Besetzung der verwaisten Feuer- und Rettungswache Süd übernommen. Ein Brand wurde bei der Erkundung des Gebäudes durch die 18 Feuerwehrleute nicht festgestellt, worauf die Gäste wieder in ihre Zimmer zurückkehren konnten.

Die Polizei nahm die Ermittlungen zur Brandursache in Elsen noch in der Nacht zu Samstag auf. Der Sachschaden wird auf mehrere Zehntausend Euro geschätzt.

Text und Fotos: Ralph Meyer