Eine Gewitterfront, die am frühen Montagmorgen von Südwesten her über den Kreis Paderborn hinweg zog, bescherte vor allem der Feuerwehr Salzkotten ein gesteigertes Einsatzaufkommen. Begleitet von Blitz und Donner, fielen zweistellige Niederschlagsmengen innerhalb kürzester Zeit. Betroffen waren vor allem die Kernstadt, Upsprunge und Teile von Scharmede.
Salzkotten. Ab 5.50 Uhr häuften sich die Schadensmeldungen und Einsätze, berichtet Maximilian Thiele, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Salzotten und Einsatzleiter am Montag. Aufgrund der Vielzahl der Meldungen wurde in Salzkotten die Örtliche Einsatzleitung (ÖEL) aktiviert, die die 43 Einsatzstellen nach Dringlichkeit priorisierte und im Laufe des Vormittags für Hilfe sorgte. Die Einheit Niederntudorf stellte den Grundschutz für das Stadtgebiet sicher.
Im Einsatz waren rund 70 Feuerwehrleute der Einheiten Salzkotten, Oberntudorf, Scharmede. Thüle, Upsprunge, Verlar und Verne. In den meisten Fällen hatten die Niederschlagsmengen für überflutete Keller gesorgt. „Manchmal waren es nur wenige Zentimeter, dann wiederum stand das Wasser auch einen halben Meter tief“, so Thiele. Erst gegen Mittag beendeten die einzelnen Einheiten ihren Einsatz.
Zu den Objekten gehörte auch die Reithalle Keuper in Upsprunge in unmittelbarer Nähe der Heder. Während in Salzkotten im Ortskern rund 60 Liter Regen pro Quadratmeter fielen, waren es im Paderborner Riemekeviertel knapp 27 und im Süden an der Uni nur etwa 19 Liter Niederschlag pro Quadratmeter.
Zusätzlich kam es am Morgen in Salzkotten auch noch zur Auslösung der Brandmeldeanlage in einem Industriebetrieb. Zu dieser Firma rückten die Einheit Salzkotten und ein zusätzlicher Einsatzführungsdienst aus. Bei der Erkundung der Einsatzstelle stellte sich die Auslösung als Fehlalarm dar.
Text: Ralph Meyer