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17. August. Paderborn.

Bei einem Brand einer Wohnung in der Paderborner Kernstadt sind am Montagabend kurz vor 18 Uhr drei Menschen verletzt worden. Ein 73 Jahre alter Mann und eine 32-jährige Frau wurden zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus eingeliefert. Die Frau wurde bereits am Abend wieder entlassen. Insgesamt wurden drei Personen durch den Rettungsdienst medizinisch versorgt.

Paderborn. Um 17.52 Uhr wurde der Zimmerbrand an der Grunigerstraße gemeldet. Die Feuerwehr Paderborn rückte unter dem Stichwort „Zimmerbrand, Menschenleben in Gefahr“ mit rund 50 Einsatzkräften aus, darunter die beruflichen Kräfte der Feuer- und Rettungswachen Nord und Süd sowie die ehrenamtlichen Kräfte der Einheiten Stadtmitte und Stadtheide. Auch drei Rettungswagen sowie zwei Notärzte waren vor Ort, berichtet Einsatzleiter Sebastian Guhl. Die ehrenamtlichen Einheiten Wewer und Marienloh besetzten während des dreistündigen Einsatzes die verwaisten Wachen.

Flammen schlugen aus den Fenstern einer Wohnung im ersten Obergeschoss eines Hauses im Hinterhof, die beim Eintreffen der Feuerwehr bereits in Vollbrand stand. Zuvor hatten Polizisten den verletzten Bewohner der Wohnung aus dem Gefahrenbereich geführt. Weitere Bewohner hatten das Mehrparteienhaus bereits verlassen.

Der Wohnbereich wurde durch die Flammen komplett zerstört, erklärt André Lorang vom Einsatzführungsdienst der Feuerwehr. Starker Nordwestwind drückte den dichten Brandrauch immer wieder in die Grunigerstraße, in der zahlreiche Einsatzfahrzeuge in Bereitschaft standen.

Die Feuerwehr bekämpfte das Feuer mit mehreren Trupps im Innen- und Außenangriff. Zeitweise drohten die Flammen auch auf eine Baumreihe und die weitere Bebauung überzugreifen, die unmittelbar an das brennende Gebäude angrenzte. Das verhinderte die Feuerwehr durch eine sogenannte Riegelstellung. Der Löschangriff zeigte rasch Wirkung. Bereits um 18.12 Uhr hieß es „Feuer aus“.

Noch an der Einsatzstelle tauschten die Feuerwehrleute ihre verschmutzte Einsatzbekleidung und Schlauchmaterial aus. Zusätzlich wurde dem Hygienekonzept entsprechend ein Abrollbehälter Dekon auf der Grunigerstraße aufgestellt. Der Abrollbehälter Atemschutz sorgte für Nachschub an Atemschutzgeräten.

Die Grunigerstraße wurde während des Einsatzes zwischen Aldegreverstraße und Bahnhofstraße gesperrt; auch Teile der Bahnhofstraße stadtauswärts wurden durch die Polizei gesperrt.

Nach ihren Ermittlungen geht die Polizei von fahrlässiger Brandstiftung aus. Tatverdächtig ist ein 73-jähriger Bewohner, der den Beamten einen alkoholisierten Eindruck machte. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen. Während die anderen Wohnungen weiter benutzbar sind, ist die Brandwohnung unbewohnbar. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf rund 100.000 Euro.

Text und Fotos: Ralph Meyer