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6. September. Salzkotten Verne.

Großeinsatz für die Salzkottener Feuerwehr am späten Sonntagabend im Stadtteil Verne. Was als Kleinbrand in einem Carport an der Straße Lindentrift begann, entwickelte sich zu einem Dachstuhlbrand mit hohem Sachschaden.

Salzkotten-Verne. Alarmiert wurde die Feuerwehr um 21.17 Uhr unter dem Stichwort Feuer 1 „Kleinbrand“ mit dem Meldebild „Brand auf Freifläche 1“, berichtet Einsatzleiter Christoph Schlünz, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Salzkotten. Dazu rückten die Einheit Verne und ein Löschfahrzeug der Einheit Thüle aus. Bereits auf der Fahrt zum Einsatzort sah Schlünz aus Richtung Verne hellen Flammenschein am Nachthimmel.

Bereits auf der Anfahrt der ersten Kräfte wurde das Alarmstichwort um 21.19 Uhr auf Feuer 2 und um 21.22 Uhr auf „Feuer 3“ erhöht, worauf die Einheiten Verlar, Salzkotten und Thüle sowie zwei Rettungswagen personelle und maschinelle Verstärkung zur Einsatzstelle schickten. Später sorgten dann die Einheiten Upsprunge, Niederntudorf und Scharmede, um ausreichend Atemschutzgeräteträger an der Einsatzstelle zur Verfügung zu haben. Die Einheit Oberntudorf stand während des mehrstündigen Einsatzes für den Grundschutz in der Stadt in Bereitschaft.

Beim Eintreffen der Feuerwehr stand der Carport bereits im Vollbrand, und die Flamme griffen auf einen Personenwagen und die Dachtraufe des unmittelbar angrenzenden Gebäudes über. Das Feuer fraß sich sich über das Schleppdach des Carports in den Dachstuhl des Wohngebäudes. Während ein Trupp den brennenden Carport löschte, verhinderte ein weiterer Trupp mit einer Riegelstellung im Dachgeschoss ein Übergreifen auf das gesamte Gebäude. Da sich die Flammen in die Holzfaserdämmung des Dachstuhls gefressen hatten, mussten die rund 70 Einsatzkräfte unter Atemschutz große Teile der Dacheindeckung entfernen, um an die versteckten Glutnester zu gelangen.

Während die Salzkottener Drehleiter den östlichen Teil des Daches in Angriff nahm, wurde eine weitere Drehleiter der Feuerwehr Geseke am westlichen Teil des Dachstuhls eingesetzt. In einer mehrstündigen, kräftezehrenden Arbeit konnte das Feuer in den Morgenstunden des Montags gelöscht werden. Bei den Löscharbeiten wurde auch eine Photovoltaikanlage demontiert. Insgesamt setzte die Feuerwehr 27 Atemschutzschutzgeräte ein. Ein Feuerwehrmann verletzte sich bei dem Einsatz leicht.

Um 0.12 Uhr löste auch noch die Brandmeldeanlage im Mutterhaus der Franziskanerinnen aus. Im zweiten Obergeschoss aus hatte ein Rauchmelder Alarm gegeben. Gemeinsam mit der Drehleiter aus Geseke fuhren die Einheiten Salzkotten, Thüle und Upsprunge von der Verner Einsatzstelle direkt zum Mutterhaus. Auch die Einheit Oberntudorf rückte zum Mutterhaus aus.

Um 3.38 Uhr löste die Brandmeldeanlage des Mutterhauses der Franziskanerinnen an der Paderborner Straße zum zweiten Mal in dieser Nacht aus. Wieder war es ein Rauchmelder im zweiten Obergeschoss. Diesmal rückten die Einheiten Salzkotten, Upsprunge und Thüle zur Kontrolle aus. Erneut hatte ein technischer Defekt den Alarm ausgelöst.

Die Polizei hat noch in der Nacht zum Montag ihre Ermittlungen zur Brandursache in Verne aufgenommen. Die Schadenshöhe dürfte nach ersten Schätzungen mindestens in einem hohen fünfstelligen Bereich liegen.

Text: Ralph Meyer, Fotos: Feuerwehr Salzkotten.