Rund 45 Feuerwehrleute aus drei Löschzügen rückten in den frühen Morgenstunden des Mittwochs zu einem Zimmerbrand in den Ortsteil Nordborchen aus. Dort hatte ein elektrisches Gerät in einem Zimmer ein Feuer ausgelöst, das beim Eintreffen der Feuerwehr bereits auf weitere Möbelstücke übergegriffen hatte. Die Wohnung war stark verraucht.
Gegen 3 Uhr wachte eine Bewohnerin des Hauses durch das Signal eines Brandmelders auf. Sie klopfte an der Wohnungstür, unter der Rauch herausströmte. Als niemand öffnete, alarmierte sie die Feuerwehr.
Um 3.07 Uhr alarmierte die Leitstelle des Kreises unter dem Stichwort „Zimmerbrand, Menschenleben in Gefahr“ die Feuerwehr Borchen, die umgehend mit den Löschzügen Nord- und Kirchborchen sowie Alfen und Rettungsdienst ausrückte, berichtet Einsatzleiter Wolfgang Puls, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Borchen.
Als die ersten Fahrzeuge an der Brandstelle eintrafen, hatte die Polizei bereits die Räumung des Mehrparteienhauses mit sechs Wohneinheiten eingeleitet. Mit einem Angriffstrupp unter Atemschutz drang die Feuerwehr in die betroffene Wohnung im ersten Obergeschoss ein. Bei der Durchsuchung der Räume wurden jedoch keine Bewohner angetroffen. Rasch löschten die Feuerwehrleute die Flammen. Glimmende Einrichtungsgestände warfen die Einsatzkräfte aus einem Fenster an der Gebäuderückseite, wo sie von einem weiteren Trupp abgelöscht wurden.
Insgesamt waren drei Trupps unter Atemschutz im Einsatz, ein weiterer stand in Bereitschaft. Nachdem die Flammen gelöscht waren, öffnete die Feuerwehr in der Wohnung die Fenster und belüftete den betroffenen Bereich maschinell. Anschließend kontrollierten Feuerwehrleute die angrenzenden Wohnungen mit einem Mehrfachmessgerät. Die darunterliegende Wohnung im Erdgeschoss wurde zusätzlich auf mögliche Wasserschäden gesichtet.
Die Nachlösch- und Aufräumarbeiten dauerten bis gegen 5 Uhr. Während des Feuerwehreinsatzes war die Paderborner Straße im Bereich der Brandstelle komplett gesperrt. Die Polizei nahm noch in der Nacht die Ermittlungen zur Brandursache auf. Die Beamten gehen von fahrlässiger Brandstiftung aus. Die Wohnung ist vorerst nicht mehr bewohnbar. Es entstand ein Gesamtschaden im fünfstelligen Bereich.
Text und Fotos: Ralph Meyer