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6. November. Büren.

Jahreshauptversammlung der Feuerehr Büren. Mit 718 Mitgliedern zählt die Feuerwehr Büren zu den größten Feuerwehren im Kreis Paderborn. Am Freitagabend legte die Feuerwehr in der Dorfhalle Wewelsburg ihren Jahresbericht für 2025/2026 vor.

Büren. Besonders erfreulich nannte Michael Stork, Leiter der Feuerwehr, die Entwicklung der aktiven Wehr. Mit 431 stieg die Zahl der Einsatzkräfte im Vergleich zum Vorjahr um acht an. „Das zeigt, dass sich auch weiterhin Menschen für das Ehrenamt Feuerwehr begeistern lassen“, so Stork wörtlich. Dagegen sank die Zahl der Jugendfeuerwehrleute um zehn auf 74. Diese Entwicklung müsse im Blick bleiben, denn die Nachwuchsarbeit sei die entscheidende Grundlage für die Zukunft der Feuerwehr, berichtet André Braekler, stellvertretender Wehrführer und seit vier Jahren auch Stadtjugendfeuerwehrwart. Zu seinem Nachfolger wurde Jonas Schleinschok ernannt. Stellvertreter Jens Götte, zuständig für Aus- und Fortbildung, ergänzte: Zwei Drittel der Neuzugänge in der aktiven Wehr sind „Eigengewächse“, der Rest Quereinsteiger. Insgesamt sechs Feuerwehrleute haben ihre Grundausbildung in Büren durchlaufen, und neun Feuerwehrleute wurden zu Drehleitermaschinisten ausgebildet und ein echter Gewinn für die Einsatzfähigkeit der der Feuerwehr Büren.

In den vergangenen zwölf Monaten wurde die Feuerwehr Büren zu 298 Einsätzen alarmiertem, was unterm Strich rund 500 Einzelalarmierungen der elf Einheiten führte, die in vier Löschzügen zusammengefasst sind. Insgesamt stiegen die Einsatzzahlen um rund 25 Prozent. Größter Einsatz war der Dachstuhlbrand eines Mehrfamilienhauses im Stadtteil Wewelsburg im Januar. Auch überörtlich leisteten die Bürener Hilfe, etwa im Löschwassertransportzug des Kreises oder beim Waldbrand in Marsberg. Addiert man noch die 76 Brandsicherheitswachen und Veranstaltungsabsicherungen, kommen insgesamt 374 Aktivitäten mit mehreren tausend Stunden ehrenamtlicher Tätigkeit zusammen.

Die Löschgruppe Harth erhielt in diesem Jahr ein neues Tanklöschfahrzeug 2000, das die Möglichkeiten Brandbekämpfung in unwegsamem Gelände verbessert. Durch die Wahl, ein Vorführmodell zu kaufen, sparte den Finanzen der Stadt rund 34.000 Euro und reduzierte die Lieferzeit von 48 auf sieben Monate. Der Geräte Rüst für den Löschzug befindet sich noch im Bau. Mit der Auslieferung rechnet Stork noch in diesem Jahr. Mit der Auslieferung eines neuen Löschfahrzeugs (LF20 KatS) rechnet die Wehrführung Ende 2027 oder Anfang 2028. Alle digitalen Meldeempfänger wurden auf verschlüsselte Alarmierung ungestellt. Rund 100 Handsprechfunkgeräte müssen neu angeschafft werden, da die Software der vorhandenen Geräte nicht mehr unterstützt wird.

Der Neubau der Gerätehäuser in Hegensdorf und Steinhausen hat begonnen, und nach der aktuellen Planung sollen beide Standorte bereits Mitte 2027 bezugsfertig sein. Unterm Strich betointe Stork, dass sich Ausstattung der Wehr in den vergangenen Jahren kontinuierlich verbessert habe und die Wehr insgesamt gut aufgestellt sei. Im kommenden Jahr muss der Brandschutzbedarfsplan fortgeschrieben werden, und in naher Zukunft müssen auch ein Einsatzleitwagen für den Löschzug Büren und ein Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF10) für die Löschgruppe Harth beschafft werden. „Eine leistungsfähige Feuerwehr ist keine Selbstverständlichkeit“, so Michael Stork. „Sie braucht engagierte Menschen. Verlässliche Unterstützung und eine Ausstattung , die den heutigen Anforderungen gerecht wird“.

André Stadermann, allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, bezeichnete die Bürener Truppe als eine „verlässliche und leistungsfähige Feuerwehr“. Obwohl der Brandschutz eine kommunale Pflichtaufgabe darstellt, sei der finanzielle Rahmen der Stadt enger geworden. Stellvertretender Kreisbrandmeister Bernd Lüke erläuterte die ab 2028 veränderte Grundausbildung für die Feuerwehren im Land und berichtete, die Alarmpläne des Kreises für Katastrophenfälle würden noch in diesem Jahr fertigstellt, die Pläne auf kommunaler Ebene folgen 2027.

Die Leistungsspange der Jugendfeuerwehr errangen Henry Meis, Emilian Fico, Lorenz Kluth, Felix Herbort, Linus Büngeler, Felix Henneböhle, Finn Gross, Lisa Schmitz und Clementine Hohmann.

Befördert wurden zu Unterbrandmeistern: Marlon Hesse, Timo Kleine, David-Elias Daniel und Henning Wolf; zur Brandmeisterin: Lea-Marie Meier; zu Oberbrandmeistern: Felix Hüser, Manuel Meier und Georg Walter; zur Oberbrandmeisterin: Sabrina Mollerus; zu Hauptbrandmeistern: Philipp Weinkopf und Philipp Becker; zu Brandinspektoren: Frederic Kleine, Tobias Brandauer, Lukas Duscha und Fabian Greifenhagen.

Mit dem Feuerwehrenzeichen des Landes in Silber für 25-jährige Mitgliedschaft wurden Thomas Becker, Matthias Ebnet, Sebastian Bleil, Manuel Wieneke und René Grundmann ausgezeichnet. Das Ehrenzeichen des Landes in Gold für 35-jährige Treue erhielten Ralf Hesse, Stefan Gottschalk, Ralf Schütte, Daniel Robbert, Alois Schäfers, Burkhard Kersting, Volker Lappe, Hans Josef Frische, Heinz Josef Wilmesmeier, Bernd und Josef Püster, Matthias Möller und Simone Becker.

Mit der Sonderauszeichnung in Gold des Verbandes der Feuerwehren NEW wurden für 50 Jahre Mitgliedschaft Hubert Hesse, Josef hardes und Karl-Heinz Weber ausgezeichnet. Ehrennadeln für 60-jährige Mitgliedschaft erhielten Albert Luis, Manfred Gruß, Albert Atorf, Johannes Bunse, Johannes Stute, Bernhard Schulte, Hubert Kneer, Josef Stolte, Werner Herhut und Ulrich Hartung. Für 70 Jahre Treue zur Feuerwehr wurde Heinrich Pauli geehrt.

Text und Fotos: Ralph Meyer.