2. Juni. BAB 44 Bad Wünnenberg.

Erneut hat es einen schweren Verkehrsunfall an einem Stauende auf den Autobahnen in der Region gegeben. Nicht einmal 24 Stunden nach dem tödlichen Unfall auf der A 33 bei Paderborn hat es am Mittwochvormittag auf der A 44, Richtungsfahrbahn Kassel. Diesmal prallte ein Personenwagen auf das Heck eines Sattelzuges. Der 62-jährige Autofahrer erlitt dabei lebensgefährliche Verletzungen.

 

Zu einem Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person mussten die Einsatzkräfte des Löschzuges Haaren und der Rettungsdienst am Mittwochmittag um 11.10 Uhr auf die BAB 44 ausrücken. Aufgrund der Lagemeldung entsandte die Leitstelle zusätzlich die Löschgruppe Helmern sowie Sonderfahrzeuge der Löschzüge Fürstenberg und Bad Wünnenberg.

Zwischen dem Autobahnkreuz Bad Wünnenberg-Haaren und der Anschlussstelle Lichtenau war in Fahrtrichtung Kassel ein PKW vom Typ Mercedes C-Klasse auf einen LKW aufgefahren. Dabei war das Dach des PKW am Sattelauflieger des LKW abgerissen worden. Der Fahrer war schwerverletzt in seinem Fahrzeug eingeschlossen. Die Feuerwehr befreite ihn mit hydraulischem Rettungsgerät. Der Verletzte wurde notärztlich erstversorgt und mit dem Rettungshubschrauber Christoph Westfalen in ein Bielefelder Krankenhaus transportiert.

Vor Ort waren 30 Einsatzkräfte der Feuerwehr unter der Leitung von Martin Liebing mit 7 Einsatzfahrzeugen, der Rettungswagen der Wache Fürstenberg, der Notarzt aus Paderborn, der Rettungshubschrauber Christoph Westfalen aus Greven und die Autobahnpolizei mit mehreren Streifenwagen.
Während der Einsatzmaßnahmen blieb die Fahrtrichtung Kassel der BAB 44 voll gesperrt.
 

Freiwillige Feuerwehr Bad Wünnenberg

 
Ralph Meyer
 
Bad Wünnenberg. Gegen 11 Uhr hatte sich etwa 400 Meter vor der teilgesperrten Anschlussstelle Lichtenau ein Rückstau wegen einer Baustelle in Fahrtrichtung Kassel gebildet. Deshalb bremste auch ein 24-jähriger Fahrer aus Künzell seinen Sattelzug aus dem Landkreis Fulda ab. Dies erkannte der 62 Jahre alte Fahrer eines nachfolgenden Mercedes der C-Klasse aus Bad Gandersheim zu spät. In letzter Sekunde versuchte dessen Fahrer vergeblich, nach links auszuweichen. Mit hohem Tempo fuhr der Mercedes mit der rechten Fahrzeugfront unter die hintere linke Ecke des Sattelaufliegers. Dabei riss das komplette Fahrzeugdach des Mercedes ab und blieb hinter dem Auflieger liegen. 
 
Nach etwa 100 Metern kam der dachlose Personenwagen an der rechten Schutzplanke zu stehen. Um 11.12 Uhr alarmierte die Leitstelle des Kreises Paderborn die Feuerwehr Bad Wünnenberg. Neben dem Löschzug Haaren rückte auch ein zusätzliches Hilfeleistungslöschfahrzeug aus Fürstenberg zur Unfallstelle aus. Außerdem fuhren der Notarzt aus Paderborn und der Rettungswagen aus Fürstenberg zur Unfallstelle, berichtet Einsatzleiter Martin Liebing.

Der schwerstverletzte Autofahrer war massiv im Wrack eingeklemmt und wurde von den Einsatzkräften der Feuerwehr technisch gerettet. Anschließend wurde er mit dem Rettungshubschrauber „Christoph Westfalen“ in eine Spezialklinik geflogen. Während der Rettungsarbeiten war die Unfallstelle bis gegen 12.30 Uhr komplett gesperrt. Anschließend lief der Verkehr einspurig an der Unfallstelle vorbei. Zeitweilig staute sich der Verkehr etwa 10 Kilometer weit zurück. Auch die A 33 und die Bundesstraßen im Großraum Paderborn waren betroffen.