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2. April. Delbrück.

Das Amtsgericht in Delbrück ist am Mittwoch, 2. April, komplett geräumt worden, nachdem ein Wachtmeister schwefelartigen Geruch im Keller festgestellt hatte.


Delbrück. Die Feuerwehr wurde wegen eines „unbekannten Gasgeruchs im Gebäude“ alarmiert. „Bei der Ersterkundung haben wir festgestellt, dass schwefelartiger Geruch aus dem Keller herauskommt“, berichtete Einsatzleiter Ralf Fischer von der Feuerwehr Delbrück.
Danach wurden erste Einsatzkräfte unter Atemschutz in das Gebäude geschickt. „Diese haben eine leichte Konzentration von Kohlenstoffmonoxid im Serverraum festgestellt“, sagte der Einsatzleiter weiter. Dabei handelt es sich um ein giftiges Gas, das farb- und geruchlos ist. Der ABC-Zug des Kreises Paderborn mit der Facheinheit Messen wurde alarmiert. Diese Spezialkräfte verfügen über besondere Messsysteme zur Feststellung von atomaren, biologischen und chemischen Gefahrstoffen (deswegen ABC).

„Wir haben im Serverschrank einen Akku gefunden, der bei Stromausfall diesen Serverschrank weiter mit Energie versorgt. Der hat einen Defekt und dort ist Batteriesäure ausgetreten. Das war dieser Geruch, den wir in der ersten Erkundung wahrgenommen haben“, erklärte Fischer weiter. Die Feuerwehrleute brachten den Akku gesichert nach draußen. Ab etwa 14.45 Uhr konnte das Gebäude wieder betreten werden.
Der Einsatz kam für das Amtsgericht zu einem ungünstigen Zeitpunkt: Mittwochs finden hier alle zwei Wochen mehrere Strafprozesse statt. So auch an diesem Tag. Gegen 15 Uhr konnte der Sitzungsbetrieb fortgesetzt und der abgesperrte Bereich rund um die Lohmannstraße wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Juristen, Mitarbeiter und Besucher des Gerichts mussten während des Einsatzes vor dem Gebäude warten. Auch Amtsgerichtsdirektorin Claudia Strugholz war darunter. Sie hatte die Feuerwehr gerufen und betonte, dass sie so einen Einsatz bisher auch noch nicht erlebt habe in ihrer Laufbahn.

Bericht: Westfälisches Volksblatt