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15. Januar. Paderborn.

Letztlich sei es eine Sache von zwei, drei Grad Celsius gewesen, „die es ausgemacht haben, dass wir Glück hatten“, sagt Feuerwehrchef Ludger Schmidt. Und meint damit die Wetterlage in den vergangenen Tagen.


Paderborn. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte auch für den Paderborner Raum vor Eisregen gewarnt. Das Glatteis fiel zwar nicht so schlimm aus wie befürchtet, Feuerwehr und Rettungsdienst hatten sich aber auch für schwerere Winterglätte gewappnet, berichtet Schmidt im zuständigen Ratsausschuss für Feuerwehr.
Die Vorbereitungen ihm zufolge vor einer Woche. „Wir haben schon für die Nacht von Donnerstag auf Freitag, als das erste Mal Schnee und Glatteis vorausgesagt waren, Reservefahrzeuge mit Spikes bezogen“, berichtet er. Dabei handelte es sich um zwei Rettungswagen und ein Notarztfahrzeug, die ohnehin als technische Reserve bereitstehen und daher nicht besetzt waren.

Am Sonntag kamen zwei weitere Rettungswagen mit Spikes hinzu. Bei der Umrüstung waren sie ebenfalls nicht in Benutzung, da der Rettungsdienst sonntags mit weniger Personal unterwegs sei. Auch ein Führungsfahrzeug war mit Spikes ausgerüstet. Weitere Einsatzfahrzeuge wären gefolgt, wenn es erforderlich gewesen wäre.Der vorhergesagte Glatteis-Höhepunkt sollte am Montagmorgen sein, weshalb dann in den Schulen der Präsenzunterricht ausfiel. „Die hauptamtlichen Kolleginnen und Kollegen haben wir am Montag nicht für 8 Uhr, sondern für 6 Uhr kommen lassen, sodass wir zwei Stunden in doppelter Besetzung gefahren sind“, so Schmidt. Auch für Schnee und Schneeverwehungen seien Vorkehrungen getroffen worden. In Dahl und Neuenbeken war je ein Löschfahrzeug mit Schneeketten ausgerüstet.

Bericht: Niklas Tüns/NW, Foto: Ralph Meyer