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26. September. Hövelhof.

Trotz frühherbstlicher Temperaturen gerieten mehr als 400 Feuerwehrleute aus allen Kommunen im Kreis Paderborn am Samstag beim Leistungsnachweis gehörig ins Schwitzen, denn der Löschangriff hatte es in sich.

Hövelhof. Ausrichter war die Feuerwehr Hövelhof, die in diesem Jahr ihr 95-jähriges Bestehen feiert. Rund 40 Staffeln und Gruppen stellten ihr feuerwehrtechnisches Wissen und ihre praktischen Fähigkeiten auf dem Schützenplatz am Schützen- und Bürgerhaus unter Beweis.

Bei den einzelnen Übungsteilen waren neben alten Hasen wie Rainer Mertens aus dem Löschzug Sande der Feuerwehr Paderborn, der sich bereits sich zum 47. Mal den Herausforderungen stellte, auch Neulinge wie der langjährige Hövelhofer Vize-Wehrführer Maximilian Rempe, der zum ersten Mal antrat, am Start. Für sein erstes Leistungsabzeichen in Bronze ging er traditionell baden - in einem 5.000 Liter-Faltbehälter. Auch Paderborns Feuerwehrchef Ludger Schmidt war wieder bei den Aktiven dabei. Er nahm mit seinen Kameraden aus dem Delbrücker Stadtteil Bentfeld teil

Der Leistungsnachweis war in diesem Jahr wieder ganz nah am realen Einsatzgeschehen. Gefordert wurden die Staffeln und Gruppen mit einem Löschangriff bei einem Zimmerbrand. Als Wasserentnahmestelle dienten mobile Unterflurhydranten, die im vergangenen Jahr von den Lehrlingen der WestfalenWeser GmbH für die Feuerwehr angefertigt worden waren.

Um die angenommene Brandstelle im ersten Stock erreichen zu können, musste der Angriffstrupp zunächst eine Steckleiter in Stellung bringen und anschließend das Strahlrohr per Leine nach oben ziehen. Um zwei Gebäude zu simulieren, hatte das Technische Hilfswerk (THW) Stahlrohrgerüste mit Absturzsicherungen errichtet. Die meisten Teams hatten in den vergangenen vier Wochen an ihren Standorten fleißig geübt - meist einmal pro Woche beim Dienstabend mit jeweils zwei Durchgänge, so dass die Staffeln und Gruppen keine Probleme mit dem Zeitrahmen von sechs Minuten hatten.

Feuerwehrknoten, die oft lebensrettend sind, mussten von den Teilnehmern an Schiebeleitern gebunden werden. Bei den praktischen Übungen schauten die zwei Dutzend Schiedsrichter beim genau hin. Außerdem galt es, 30 Fragen aus dem Fragenkatalog des Verbandes der Feuerwehren (VdF) möglichst fehlerfrei zu beantworten. Bei der Ersten Hilfe stand in Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz die Herz-Lungen-Wiederbelebung im Vordergrund.

Nach den Übungen stärkten sich viele Feuerwehrleute an Grillspezialitäten. Auch zahlreiche Bürgerinnen und Bürger aus der Sennegemeinde legten beim Spaziergang im Gemeindewald am Schützenplatz einen Zwischenstopp ein. Regen Zuspruch fand auch die Cocktail-Bar am Bürgerhaus. Selbst an Uni-Sex-Baströckchen und Blumenkränzen wurde nicht gespart.

Am Samstag, 24. Oktober, steigt im Bürger- und Schützenhaus das nächste Feuerwehr-Event. Dann ist die Feuerwehr der Sennegemeinde Gastgeber für den Nachmittag der Ehrenabteilungen der Feuerwehren aus dem gesamten Kreisgebiet.

Text und Fotos: VdF Paderborn/Ralph Meyer